Geschichte

Die Baugenossenschaft Donau-Baar-Heuberg wurde am 21.02.1936 in Tuttlingen gegründet. In diesem Jahr waren die Folgen der Wirtschaftskrise noch spürbar. Für breite Bevölkerungsschichten herrschte große Wohnungsnot. Es mangelte vor allem an Mietwohnungen. Das eigene Haus war für die meisten unerschwinglich.

Der Gründung der Baugenossenschaft lag der Gedanke zugrunde, durch den Zusammenschluss vieler Bürger eine Solidargemeinschaft zu bilden, um im Wege der Selbsthilfe die Mitglieder mit Wohnraum zu versorgen. Dies war eine weitsichtige Entscheidung. Nach dieser Zeit empfinden wir den Gründungsmitgliedern gegenüber Dank und Anerkennung. Bis zu den Kriegsjahren stand die Errichtung von Kleinsiedlerstellen im Vordergrund. Nach dem zweiten Weltkrieg hat die Baugenossenschaft an der beispiellosen Aufbauleistung der Bundesrepublik aktiv mitgewirkt.

Millionen von zerstörten Wohnungen mussten wieder aufgebaut werden. 11 Millionen Flüchtlinge brauchten eine neue Heimat. Die Baugenossenschaft spürte die Herausforderung und hat sie angenommen. Am  24.11.1948 wurde in Trossingen für 24 Siedlerstellen der erste Spatenstich vollzogen. Die aufstrebende Industriealisierung verlangte nach zusätzlichen Arbeitskräften. In aller Welt wurden Gastarbeiter angeheuert. Wieder waren Wohnungen Mangelware. Der Bauboom führte zu einer Verknappung der Bauplätze. Der Druck zu einer verdichteten Bauweise wurde größer.
Es kam zu jährlich steigenden Rekordergebnissen. Die kriegsbedingte Wohnungsnot wurde schließlich in den 70er Jahren nach einer langen und beispiellosen Aufbauleistung beseitigt.

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre kamen viele Spätaussiedler und benötigten Wohnraum. Auch die Baugenossenschaft baute und stellte Wohnungen zur Verfügung. Der Bauboom dauerte bis 1994. Danach wurden steuerliche Anreize beim Erwerb von Wohnungen abgeschafft, so dass die Nachfrage spürbar geringer wurde.